Pressetext


Großformatige Arbeiten von Alina Maria Schütte zeugen von einer intensiven Beschäftigung mit der Abstraktion in Raum- und Farbeffekten in einer reduzierten und pointierten farblich kompositorischen Sprache.

So verlässt die Künstlerin ihre flächenfüllenden Kompositionen zugunsten vereinzelter abstrakter Formationen in einer weiß-sphärischen Wahrnehmung und erzeugt somit die Effekte von Tiefe und Räumlichkeit. Eine autonome Dynamik im Bild wird zunehmend durch die kontrastierende Farbigkeit und Vielschichtigkeit innerhalb von Farbwirbeln erzeugt. Dennoch harmonieren in einer wie selbstverständlichen Weise die Farben miteinander und verleihen so den Elementen eine organische und bewegliche Qualität jenseits der reinen Form.

Alina Maria Schütte sieht ihre Malerei in immerwährender Bewegung und nun bleibt bei der Betrachtung unklar, ob die Farbdimensionen herausragen oder sphärisch verschlungen werden; die weiße Fläche entwickelt aber ein Eigenleben - sie dehnt sich aus, scheint uns vor- oder hintergründig und wirkt doch als Ort der Ruhe zwischen bewegten Formationen.

Auf die Hauptsache reduziert bedarf es weniger, aber starker Anhaltspunkte. Nur die Fokussierung führt zu weiterführenden Raumgefühlen. Selbstbewusst ist die Setzung: ohne weiteren Erklärungsbedarf ist diese Malerei ein Zeichen für Befreiung.